26th Dezember 2008

Baden-Württemberg Wunderbares Wanderland

WUNDERBARES WANDERLAND Wandern und Radwandern im Südwesten: Das Genießerland hautnah erleben.

Ob auf beiden Beinen oder zwei Rädern, ob zu Fuß oder auf dem Fahrrad – Wandern boomt. Auch und gerade in Baden-Württemberg. Ein ausgedehntes, tausende von Kilometern langes Netz an Wander- und Radfahrwegen zieht sich durch Deutschlands Südwesten, lädt dazu ein, das Genießerland Baden-Württemberg hautnah zu erleben: Seine Landschaften, seine Sehenswürdigkeiten, seine Kultur, seine Weine, seine Küche, die in Qualität und Vielfalt konkurrenzlos ist.

Schon lange gilt das Land zwischen Tauber und Bodensee, zwischen Schwarzwald und Hohenlohe, an Neckar und Donau als regelrechte Wallfahrtsregion für Wanderer. Allein durch den Schwarzwald führen markierte Strecken, Routen und Wege mit einer Gesamtlänge von mehr als 23.000 Kilometern. West-, Mittel- und Ostweg gelten dabei als die „Klassiker“. Seit mehr als einem Jahrhundert führen die jeweils über 200 Kilometer langen Routen von der „Gold- und Schmuckstadt“ Pforzheim in Richtung Süden und verlangen streckenweise ein gutes Stück Kondition. Offiziell „geadelt“ wurde vor kurzem der prominenteste der drei Schwarzwald-Klassiker: Der Westweg, der sich zwischen Pforzheim und Basel durch Deutschlands beliebtestes Mittelgebirge zieht, erhielt vom Deutschen Wanderverband das begehrte Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“.

Aber nicht nur der Schwarzwald ist einfach „wanderbar“. Auch auf der Schwäbischen Alb, im Schwäbisch-Fränkischen Wald, im Kraichgau, im Lieblichen Taubertal, im barocken Oberschwaben oder entlang des Rheins, der Donau und des Neckars gibt es Wandertouren für jeden Anspruch und Geschmack. Selbst Pilgerwege, die auf den Spuren des Heiligen Jakobus bis zu dessen Grabesstätte nach Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens führen, durchkreuzen Baden-Württemberg.

Fast so umfangreich wie die Wanderrouten sind die Radwege. 17 Fernrouten mit einer Gesamtlänge von mehr als 4.400 Kilometern führen zu unzähligen Sehenswürdigkeiten in großartiger Landschaft. Dem Variantenreichtum auf diesen Strecken durch den deutschen Südwesten sind kaum Grenzen gesetzt. Romantische, verträumte Fachwerkstädtchen zählen ebenso zu den Kleinoden am Wegesrand wie stolze Schlösser, wuchtige Burgen oder spannende Museen. Hotellerie und Gastronomie haben sich längst auf die stetig wachsende Zahl an urlaubenden Radlern eingestellt. Mehr als 600 radlerfreundliche Unterkünfte sind in „Bett & Bike“ als Übernachtungsmöglichkeiten aufgeführt. Häuser, die mit einer entsprechenden Plakette gekennzeichnet sind, erfüllen die Qualitätskriterien des ADFC und signalisieren „hier sind Radfahrer willkommen“. Abschließbare Fahrrad- und Trockenräume gehören ebenso zum Service wie Werkzeug für kleinere Reparaturen oder ein kräftigendes Frühstück.

Suchen Radwanderer eher Erholung und Entspannung, lieben die Mountainbiker die sportliche Herausforderung. Auch diesem noch relativ jungen Ableger des Fahrradtourismus wird in Baden-Württemberg Rechnung getragen: Der Schwarzwald und die Schwäbische Alb gelten als die Top-Adressen für Mountainbiker. Mehr als 3.500 Kilometer an ausgewiesenen Strecken bieten technisch anspruchsvolle Abfahrten, atemberaubende Aussichten auf die Landschaft und jede Menge Fahrspaß. Die Schwarzwald Tourismus GmbH hat einen Führer für Biker herausgegeben. Einige Touren können dabei bereits am Bildschirm virtuell abgefahren werden. Spezielle, anspruchsvolle Biker-Parcours gibt es unter anderem in Todtnau (MTB-Fun-Park) oder in Bad Wildbad (Bikepark).

Zu einer Trendsportart mit wachsender „Fan-Gemeinde“ hat sich das aus Finnland stammende Nordic Walking entwickelt. Das Gehen mit dem aktiven Stockeinsatz gilt als eine der gesündesten Fortbewegungsarten, da die meisten Muskeln belastet werden. In mehr als 50 südwestdeutschen Urlaubsorten können Nordic-Walking-Stöcke und Pulsuhren ausgeliehen werden. Zudem haben einige Orte bereits ein Routennetz mit der vom Skifahren bekannten Schwierigkeitsgliederung von „blau“ (leicht) über „rot“ (mittelschwer) bis „schwarz“ (anspruchsvoll) ausgearbeitet und entsprechend beschildert.

Wanderland Der Wanderer von heute ist reiseerfahren, anspruchsvoll und legt Wert auf Qualität. Baden-Württemberg hat dies erkannt und die Qualitätsoffensive Wandern gestartet. Dabei werden unter anderem im Rahmen des Projektes „Wanderbares Deutschland“, einer Kooperation zwischen dem Deutschen Tourismusverband e.V. und dem Deutschen Wanderverband, die Wanderwege nach strengen Kriterien begutachtet und bei erfolgreicher Überprüfung zertifiziert. Dieser Qualitätsprüfung hat sich im vergangenen halben Jahr auch der Westweg (von Pforzheim nach Basel) unterzogen und darf sich nun mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ schmücken. Interessierte finden unter www.wanderbares-deutschland.de wanderfreundliche Gastgeber und Wanderkarten.

Ein Helfer zur Vorbereitung der Wandertour ist neben dem Wanderatlas Schwarzwald das Wandermagazin. Die Februarausgabe 2007 enthält als Supplement das Ideenlexikon „Wandern und Radwandern“, in dem Wandergebiete vorgestellt, Tourentipps und Pauschalangebote veröffentlicht werden. Reportagen sollen zudem Lust auf das Naturerlebnis machen. Unter www.rad-wandern.de sind die Informationen im Internet abrufbar, ab April 2007 ist das Ideenlexikon auch als Einzelbroschüre im Handel erhältlich.

Informationen Die großen Wandervereine unterhalten ein gut ausgezeichnetes Wanderwegenetz und bieten vielfältige Informationen rund ums Wandern. Auch in den Tourist-Informationen vor Ort sind zahlreiche Tourenvorschläge und Wandertipps erhältlich . Schwarzwaldverein Tel.: 0761 / 38 05 3 – 0  Schwäbischer Albverein Te.: 0711 / 22 58 50

Mit Rad und Tat Aufs Rad und los: Radfahren erlebt seit Jahren einen beständigen Boom. Das Streckennetz im deutschen Südwesten lässt keine Wünsche offen. Alleine 17 Radfernwege verbinden die attraktiven Regionen des Landes miteinander. Sehenswürdigkeiten und Unterkünfte entlang der Radwege sind auf den Internetseiten der Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg (www.tourismus-bw.de ) ebenso zu finden wie der Tourenplan der „Radfernwege“. Dieser assistiert bei der Kombination von Teilstrecken der 17 Radfernwege und informiert darüber hinaus über Festivitäten entlang der Route.

Alb-Neckar-Radweg

Der Alb-Neckar-Radweg führt auf 270 km von Eberstadt entlang des Neckars über Heilbronn nach Kirchheim. Alternativ kann auch über Göppingen geradelt werden.

 

Bodensee-Radweg

Der 140 km lange Bodensee-Radweg führt von Lindau durch Weinbaugebiete und Obstplantagen über Friedrichshafen nach Ludwigshafen, von dort nach Stein am Rhein.

Donau-Bodensee-Radweg

Der 160 km lange Donau-Bodensee-Weg verbindet die beiden “Klassiker“ Donau-Radweg und Bodensee-Radweg. In seiner Hauptroute bringt er den Radler von UIm, Laupheim und Bad Wurzach über Wangen nach Kressbronn. Alternativ wird eine Westroute über Bad Waldsee an den Bodensee sowie eine Ostroute über Unterschwarzach nach Wangen angeboten

 

Donau-Radweg

Die Etappe des Donau-Weges von Donaueschingen bis Ulm zählt zu den landschaftlich schönsten und vielseitigsten Radtouren. Auch Sigmaringen und Ehingen werden passiert. Am Ende der Fahrt zeigt der Streckenzähler 190 km an.

 

Heidelberg - Schwarzwald – Bodensee-Radweg

Der ca. 300 km lange Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Weg führt von der alten Universitätsstadt Heidelberg durch den Kraichgau und den Schwarzwald bis nach Radolfzell am Bodensee.

 

Hohenlohe-Ostalb-Radweg

Vom romantischen Taubertal über “Schwäbisch Sibirien“ bis zum höchsten Kirchturm der Welt durchquert der rund 170 km lange Hohenlohe-Ostalb-Weg die Landschaften Hohenloher Land und Ostalb.

 

Hohenzollern-Radweg

Von Esslingen über Rottenburg am Neckar nach Schömberg auf der Schwäbischen Alb durch den Hegau an den Bodensee nach Bodman-Ludwigshafen – 190 km Radelspaß.

 

Kocher-Jagst-Radweg

Der Kocher-Jagst-Radweg ist als Rundtour (350 km) geeignet und führt über Bad Friedrichshall, Schwäbisch Hall, Aalen, Ellwangen, Crailsheim, Jagsthausen zurück nach Bad Friedrichshall.

 

Kraichgau-Hohenlohe-Radweg

Der ca. 160 km lange Kraichgau-Hohenlohe-Radweg führt vom Kurort Bad Schönborn über die Kätchenstadt Heilbronn am Neckar und weiter über die Hohenloher Ebene nach Rothenburg ob der Tauber.

 

Neckartal-Radweg

Nahezu steigungsfrei und stetig bergab führt der Neckartal-Weg auf 357 km vom Neckarursprung bei Villingen-Schwenningen über Rottenburg, Esslingen, Stuttgart und Heidelberg weiter nach Mannheim.

 

Odenwald-Madonnen-Weg

Rund 170 km lang ist der Odenwald-Madonnen-Weg, der von Tauberbischofsheim durch den Odenwald, das Neckartal und die Rheinebene nach Speyer führt.

 

Radweg Liebliches Taubertal

Der Radweg Liebliches Taubertal ist seit vielen Jahren einer der beliebtesten deutschen Radwege. Er verläuft von Rothenburg ob der Tauber nach Wertheim weitestgehend auto- und steigungsfrei und misst 95 km.

 

Rheintal-Radweg

Rund 520 km lang ist der baden-württembergische Rheintal-Weg, der von Konstanz über Stein am Rhein, Basel, den Kaiserstuhl sowie Karlsruhe und Heidelberg bis nach Heppenheim an der Bergstraße führt.

 

Schwäbische-Alb-Radweg

335 km – von Ludwigshafen am Bodensee nach Sigmaringen, Bad Urach, Göppingen, Schwäbisch Gmünd zum Ziel nach Nördlingen führt dieser Radweg.

 

Schwarzwald-Radweg

Von Karlsruhe durch die Rheinebene auf die Höhe des Schwarzwaldes nach Freudenstadt. Von dort zu den bekannten Wasserfällen in Triberg und nach Lörrach – insgesamt 375 km.

 

Stromberg-Enztal-Radweg

Der 90 km lange Stromberg-Enztal-Radweg beginnt in Karlsruhe und endet nach der Fahrt durch Stromberg und Maulbronn in Marbach am Neckar.

 

Veloroute Rhein

Auf 415 km führt dieser Weg von Basel nach Mannheim.

 

Eine Übersicht über alle 17 Radfernwege enthält die Radkarte „Radlerparadiese bequem erfahren“, die kostenlos beim Info- und Prospektservice Baden-Württemberg, Telefon: 01805 / 55 66 90, E-Mail: prospektservice@tourismus-bw.de erhältlich ist.

 



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26th Dezember 2008

Orientierungshilfe für den anspruchsvollen Wellness-Gast

Orientierungshilfe für den anspruchsvollen Wellness-Gast.

Immer mehr Menschen suchen in ihrer Freizeit nach Möglichkeiten, um auf wirkungsvolle und gleichzeitig angenehme Weise selbst etwas für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu tun. Der wohlklingende Begriff Wellness ist binnen kurzer Zeit zu einem Inbegriff für diesen Lebensstil geworden - und gewinnt rasch weiter an Popularität. Auch immer mehr Hotels werben mit diesem Wort; die Qualität der sich dahinter verbergenden Angebote ist allerdings höchst unterschiedlich, nicht selten fragwürdig. Hier setzt die Arbeit des bereits 1997 gegründeten Qualitätsverbundes Wellness-Hotel-Deutschland an.

Dessen Markenzeichen, der “Wellness-Baum”, soll Menschen auf der Suche nach ganzheitlicher Erholung und Entspannung eine zuverlässige Orientierungshilfe sein. Die Partnerhotels liegen in den schönsten Feriengegenden Deutschlands; sie sind in der Regel im 4- bzw. 5-Sternebereich angesiedelt, in den höchsten Qualitätsstufen also, die der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband zu vergeben hat. Anfang 2005 haben es bundesweit erst 43 Hotels geschafft, sich das begehrte Markenzeichen zu sichern. Bei mittlerweile mehr als 1.000 Hotels mit Wellness-Angeboten allein in Deutschland ist dies ein deutlicher Hinweis auf die Sorgfalt, mit der die Düsseldorfer die Selektion ihrer erfolgreichen Mitgliedshäuser betreiben. Grundlage für die Qualitätssicherung sind denn auch einige hundert exakt definierte Einzelkriterien: Qualität steckt bekanntlich im Detail, und Wellness-Gäste gehören zu den anspruchsvollsten Hotelgästen überhaupt.

Mindeststandards, die von allen Wellness-Hotels-Deutschland zu erfüllen sind: Ausstattung, Gastlichkeit und Servicequalität Das Haus hat in der Regel 4- oder 5-Sterne-Niveau, es verfügt über Ausstattung und Servicequalität der gehobenen Hotellerie. Gastlichkeit spielt eine besondere Rolle; inhabergeführte Häuser werden bevorzugt. Es wird erwartet, dass der Hotelier selbst oder sein Direktor persönlich für die Gäste zur Verfügung steht.

Naturnahe, ruhige Lage Wichtig: ungestörte Nachtruhe und die Möglichkeit des Naturerlebnisses. Häuser im Ortsbereich liegen in ruhigem Umfeld, in oder an einem Park, direkt an einem See oder am Meer.

Umweltbewusste Betriebsführung Beachtet wird ein Katalog von umweltbewussten Maßnahmen für Hotelbetriebe. Rauchfreie Zonen (Gasträume und Zimmer) Nichtraucher können sich ungestört von Tabakrauch im Haus aufhalten. Es gibt ein Kontingent Nichtraucherzimmer und rauchfreie Bereiche in den Restaurants.

Wellness-Vitalküche Die Küche berücksichtigt gesundheitliche und ökologische Aspekte. Zu allen Mahlzeiten werden wahlweise auch (mindestens) ein Vollwertgericht und ein vegetarisches Gericht angeboten; mindestens ein verantwortlicher Mitarbeiter der Küche ist entsprechend qualifiziert und verpflichtet, sich regelmäßig praktisch und theoretisch weiterzubilden. Ziel ist eine gesunde Gourmet-Küche auf hohem kulinarischem Niveau.

Wellness-Bereich Umfasst in der Regel eine großzügig gestaltete, attraktive Badelandschaft (Pool, Sauna etc.), Bewegungsbereiche z. B. mit Fitnessgeräten, einen geschützten Entspannungsbereich mit bequemen Ruhemöglichkeiten sowie einen Bereich für Körperpflege mit Angeboten für Kosmetik, Massagen etc. unter fachlich qualifizierter Leitung. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Hygiene im Wellness-Bereich.

Wellness-Trainer/-in Das Haus verfügt über mindestens einen qualifizierten Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin, der/die für die Gästebetreuung im Wellness-Bereich zuständig ist und den Gästen als Ansprechpartner/in zur Verfügung steht. Der Wellness-Trainer verfügt über qualifizierte Vorbildung in einem Gesundheits- und/oder Körperpflege-Beruf und ist darüber hinaus verpflichtet, sich regelmäßig praktisch und theoretisch weiterzubilden. Von besonderer Bedeutung sind Herzlichkeit und menschliche Qualität der Gästebetreuung.

Erlebnisprogramm In einem freiwilligen Angebot soll bei jenen Gästen, die dafür aufgeschlossen sind, das Gemeinschaftserlebnis gefördert werden, ohne einen Gruppenzwang zu diktieren. Das Erlebnisprogramm kann auch außerhalb des Hotels angeboten werden, z. B. bei Wanderungen, Ausflügen, Besuch von kulturellen Stätten und Veranstaltungen.

Verpflichtung zur Qualitätsprüfung und Qualitätssicherung Mitgliedshotels sind zur Qualitätssicherung nach verbindlichen Verfahren verpflichtet. Darüber hinaus dienen Gästebefragungen und regelmäßige Schulungsmaßnahmen für Mitarbeiter der Sicherung und Weiterentwicklung einer Wellness-Qualität auf hohem Niveau. Auch die Hotelleitung nimmt regelmäßig an Maßnahmen der Qualitätssicherung teil. - Nichtbeachtung der Qualitätsverpflichtung führt zur Beendigung der Mitgliedschaft. Quelle: WHD / pairola-media (Erika Winterfeld)


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